Bahnlandschaft nördliches Niederösterreich
Das nördliche Niederösterreich präsentiert sich dem Besucher als eine archaische, nur dünn
besiedelte Hügellandschaft, die sich von der Wachau im Westen bis zur slowakischen Grenze im Osten
rechts und links der Donau entlangzieht. Verkehrlich ist dieses Land vor allem von der Nähe zu Wien
geprägt, nahezu sternförmig laufen die meisten Hauptstrecken auf die österreichische
Landeshauptstadt zu. Zwischen diesen Strecken existiert noch eine Reihe von meist als Nebenbahn ausgeführten
Querverbindungen, deren wichtigste die
KBS
112 ist. Der westliche Ast dieser in St. Pölten beginnenden Strecke führt in den
Bahnknoten Krems, während der elektrifizierte östliche Ast in Tulln an der Donau endet. Die
historische Stadt Krems markiert den Eingang in die romantische Wachau, die ebenfalls durch die Bahn
erschlossen ist (KBS
811). Die meisten der in Krems beginnenden Züge enden in Emmendorf, daneben gibt es auch einige
Radlerzüge, die weiter donauaufwärts bis St. Valentin fahren. Im Nordwesten Niederösterreichs
liegt das durch seine Schmalspurbahn bekannt gewordene Waldviertel, eine durch die Täler von Kamp
und Thaya durchschnittene und von Landwirtschaft geprägte Hügellandschaft. In vielen Kurven und
nur an wenigen größeren Ortschaften vorbei verläuft hier die Bahnstrecke von Wien nach Gmünd
(KBS
800), die einst nicht unwesentlich zur verkehrlichen Erschließung dieser Gegend beitrug. Zu
den bedeutendsten Unterwegsbahnhöfen der Strecke gehört Schwarzenau, hier beginnen die
Nebenbahnen nach Waidhofen an der Thaya und nach Zwettl (KBS
830), das geografische und kulturelle Zentrum des Waldviertels. Östlich des Waldviertels liegt
das ebenso einsame Weinviertel, die letzten für den Personenverkehr verbliebenen Strecken sind hier
die in Wien beginnenden Hauptbahnen nach Retz und nach Laa an der Thaya.
zum
ersten Bild |