Bahnlandschaften um Selzthal
Selzthal - eine kleine Ortschaft im steirischen Ennstal mit einigen Dutzend Häusern, einer Kirche und einem Bahnhof.
Eigentlich nichts ungewöhnliches, wäre der Bahnhof nicht einer der bedeutendsten Knotenpunkte im Verkehr zwischen dem
Südosten Österreichs und den nördlichen und westlichen Bundesländern. Besonderen Bekanntheitsgrad haben die
von Selzthal ausgehenden Strecken bei Eisenbahnfreunden aber auch wegen
der hier eingesetzten Fahrzeuge erlangt, seit vielen Jahren ist Selzthal ein Mekka für Freunde von Altbau-Elloks. In Richtung Osten ist Selzthal mit Salzburg und Tirol
über die Ennstalbahn verbunden, die zu den wesentlichen Bestandteilen des österreichischen InterCity-Netzes gehört (KBS
250 Ost). Dagegen hauptsächlich von Regionalzügen befahren wird die Salzkammergutbahn (KBS
170), die, aus Attnang-Puchheim in Oberösterreich kommend, das steirische Salzkammergut um Bad Aussee durchquert und sich im Bahnhof
Stainach-Irdning mit der Ennstalstrecke vereinigt. In Richtung Norden verlässt die Pyhrnbahn den Bahnhof Selzthal, unterquert den Bosruck in einem 4770 m
langen Tunnel und führt dann entlang von Steyr und Krems bis nach Linz (KBS
140). Die vielleicht schönste der von Selzthal ausgehenden Strecken ist jedoch die Gesäusebahn (KBS
130),
die dem Lauf der Enns durch ihr enges Tal bis nach Kleinreifling folgt und dabei dem Reisenden ein einmaliges landschaftliches
Erlebnis bietet. Nach Süden schließlich bildet die in den letzten Jahren wegen ihres umfangreichen Güter- und Personenfernverkehrs aufwändig ausgebaute Schoberpassstrecke die
Fortführung der Pyhrnbahn und der Ennstalstrecke.
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