Bahnlandschaften in und um Athen
Athen ist zwar die Hauptstadt Griechenlands und der mit Abstand größte Ballungsraum
des Landes, die Eisenbahn hat in der Stadt jedoch eine erstaunlich geringe Bedeutung. Historisch gesehen
setzt das Eisenbahnnetz in Athen aus nur zwei Strecken zusammen: Eine normalspurige Trasse führt
vom Hafen Piräus in Richtung Norden und eine Schmalspurbahn auf den Peloponnes. Die Magistrale
Piräus - Thessaloniki (KBS
1) ist die wichtigste Bahnlinie Griechenlands, trotzdem ist der Verkehr eher bescheiden. Es verkehren
einige Fernverkehrszüge nach Thessaloniki und in die Städte Mittelgriechenlands, auf dem Abschnitt bis
Inoi auch noch eine Reihe von Nahverkehrszügen. Von Inoi fahren diese auf einer Zweigstrecke weiter nach Chalkida,
dem Tor zur Insel Euböa (KBS
6).
Die bekannte Schmalspurbahn auf den Peloponnes (KBS
8) erreicht inzwischen nicht mehr Athen selbst, sondern beginnt im Vorortbahnhof Agii Anagyri.
Herausragend ist die Trassierung der Strecke an einer Steilküste zwischen Megara und Kineta.
Die Bedeutung der Strecke ist heute jedoch nur noch gering, die Zahl der Zugpaaare von oder
nach Agii Anagyri ist inzwischen auf drei gesunken.
Zuwachs hat das Athener Eisenbahnnetz in den letzten Jahren durch den Bau zweier S-Bahnstrecken
erhalten. Eine Neubaustrecke bindet den Flughafen an die Stadt an, eine zweite führt weitgehend parallel zur
Schmalspurbahn nach Korinth. Diese hat den Großteil des Bahnverkehrs auf den Peloponnes übernommen.
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