Bahnlandschaft Elbtal
Die Bahntrasse durch das Elbtal ist ein Teil des europäischen Transitkorridors von
Norddeutschland nach Tschechien und Südosteuropa. Gleichzeitig bietet sie für den Reisenden aber auch
eine abwechslungsreiche Fahrt durch zwei Länder, die sich eisenbahntechnisch (noch) recht deutlich
unterscheiden. Nach Verlassen der Dresdner Elbniederung führt die in Deutschland als KBS
241 bezeichnete Strecke durch das Felslabyrinth der Sächsischen Schweiz, bevor bei Schöna die
deutsch-tschechische Grenze überquert wird. Durch das enger werdende Tal schlängelt sie sich weiter nach Děčín.
Von dort führen zwei parallele Routen weiter nach Süden: den Weg entlang des linken Ufers (KBS
090) nehmen die zahlreichen Fernverkehrszüge nach Prag, die rechts der Elbe verlaufende Strecke (KBS
072 und 073)
wird dagegen vor allem von Güterzügen benutzt, die an Prag vorbei in Richtung Südosttschechien
rollen. Beide Strecken berühren die nordböhmische Metropole Ústí nad labem, bevor immer an der Elbe
entlang das Böhmische Mittelgebirge durchquert wird. Bei Litoměřice weitet sich das Tal,
und beide Strecken gewinnen mehr und mehr Abstand voneinander.
zum
ersten Bild |