Bahnlandschaft Mittleres Erzgebirge
Kaum ein anderes deutsches Mittelgebirge hatte einst ein so dichtes Eisenbahnnetz wie das Erzgebirge.
Auch wenn viele Strecken, vor allem die vielen Schmalspurbahnen, längst aus der Landschaft
verschwunden sind, existiert heute immer noch ein dichtes Streckennetz. Entlang des Nordrandes des
Erzgebirges verläuft die Hauptbahn Dresden-Chemnitz-Zwickau, deren östlicher Abschnitt (KBS
510 Ost) schon den Charakter einer Gebirgsbahn aufweist. Von dieser Strecke zweigen nach Süden
mehrere Nebenbahnen ab, die, meist in den großen Flusstälern verlaufend, das obere Erzgebirge
erschließen. Die östlichste dieser Strecken ist die Schmalspurbahn von Freital-Hainsberg in den
Kurort Kipsdorf (KBS 513), welche nach wie vor ausschließlich mit Dampflokomotiven betrieben wird.
Von Freiberg aus führt eine Nebenbahn durch das Freiberger Muldental nach Holzhau (KBS
514), mit einer nur noch im Güterverkehr befahrenen Stichstrecke nach Brand-Erbisdorf (KBS
515). Weiter westlich, in Flöha, beginnen die Flöhatalbahn nach Neuhausen mit der außer
Betrieb befindlichen Zweigstrecke nach Reitzenhain (KBS
519) und die Zschopautalbahn, die über Annaberg-Buchholz in den Grenzort Bärenstein führt
(KBS
517). Als Museumsbahn wiederaufgebaut wurde das Teilstück Steinbach-Jöhstadt der ehemals
in Wolkenstein von der Zschopautalbahn abzweigenden Preßnitztalbahn. Eine weitere dampfbetriebene
Schmalspurbahn verbindet Cranzahl mit dem Wintersportort Oberwiesenthal am Kamm des Erzgebirges (KBS 518).
zum
ersten Bild |